Rund um die Dentosophie
Dentosophie bedeutet übersetzt „die Weisheit der Zähne". Es ist ein ganzheitlicher Ansatz: Statt nur Symptome zu behandeln, geht es darum, den Dreiklang aus Atmen, Schlucken und Kauen wieder ins physiologische Gleichgewicht zu bringen. Körper, Geist und Funktion werden dabei als Einheit betrachtet.
Die myofunktionelle Therapie trainiert das Zusammenspiel der Mund-, Zungen- und Gesichtsmuskulatur. Ziel sind eine physiologische Zungenruhelage, eine ruhige Nasenatmung und ein korrektes Schluckmuster – Grundlagen, die sich auf Kiefer, Zähne und Körperhaltung auswirken können.
Die Therapie eignet sich für Kinder und Erwachsene. Häufige Anlässe sind Mundatmung, eine ungünstige Zungenlage, ein fehlerhaftes Schluckmuster oder eine begleitende Unterstützung vor, während oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung. Ob die Dentosophie in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.
Ablauf & Behandlung
Beim ersten Termin nehmen wir uns Zeit fürs Kennenlernen. Nach einem ausführlichen Gespräch und einer Befundaufnahme besprechen wir gemeinsam, welche Ziele sinnvoll sind und wie ein möglicher Therapieweg aussehen kann. Sie entscheiden in Ruhe, ob und wie es weitergeht.
Die Dentosophie arbeitet sanft und ohne invasive Eingriffe. Am Anfang kann sich das bewusste Üben ungewohnt anfühlen oder die Muskulatur spürbar arbeiten – das legt sich mit der Zeit. Komfort hat stets oberste Priorität.
Das ist sehr individuell. Die Dauer hängt vom Befund und davon ab, wie regelmäßig die Übungen zu Hause umgesetzt werden. Einen realistischen Rahmen besprechen wir nach der Befundaufnahme.
Ja, ausdrücklich. Als Kinderzahnärztin und Mutter ist es mir wichtig, dass sich Kinder in meiner Praxis wohl und sicher fühlen. Ich nehme mir die Zeit, die kleine Patientinnen und Patienten brauchen, und gehe einfühlsam auf ihre Bedürfnisse ein – so, dass auch ängstliche Kinder Vertrauen fassen können.
Rund um den Balancer
Der Balancer ist ein weiches, elastisches Funktionsgerät für den Mundraum. Getragen unterstützt er die muskuläre Balance und hilft, ein physiologisches Atmen, Schlucken und Kauen einzuüben. Er bewegt die Zähne nicht mechanisch – vielmehr gibt er dem Körper die Möglichkeit, sich funktionell selbst zu regulieren. Welcher Balancer passt und wie er eingesetzt wird, ergibt sich aus Ihrer individuellen Diagnostik.
Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen. Ein nicht passender Balancer kann Beschwerden verursachen oder nicht die gewünschte Wirkung entfalten – deshalb wird er individuell ausgewählt, getestet und bei Bedarf angepasst. Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage für die richtige Passform.
Die höhere Seite des Balancers zeigt nach oben, die Zunge liegt an der eingebauten Kugel im oberen Bereich. Beim Tragen halten Sie die Lippen geschlossen, kauen federnd und schlucken bewusst. Zu Beginn sind ein verstärkter Speichelfluss, eine leicht veränderte Bissempfindung oder ein Gefühl von Muskelanstrengung normal. Die genaue Anleitung erhalten Sie natürlich in der Praxis.
In der Regel ist das Tragen komfortabel – Komfort hat oberste Priorität. Werden das Protokoll oder die schrittweise Aufbauphase nicht eingehalten, können vorübergehend Beschwerden auftreten, etwa ein Ziehen an Zähnen oder Kiefer oder ein Muskelkater in der Kaumuskulatur. Solche Reaktionen entstehen meist, wenn der Balancer zu früh oder zu intensiv getragen wird. Deshalb gehen wir Schritt für Schritt vor und begleiten den Verlauf mit regelmäßigen Kontrollen.
Der Balancer wirkt nur, wenn er regelmäßig und richtig getragen wird. Eine schrittweise Eingewöhnung – kein „Vollgas" von Anfang an – beugt Beschwerden vor und lässt den Körper sich an die neue Belastung gewöhnen. Deshalb erhalten Sie ein klares Protokoll, das wir gemeinsam besprechen, und regelmäßige Kontrolltermine begleiten Ihren Fortschritt.
Melden Sie sich bitte in der Praxis – Beschwerden lassen sich fast immer gut beheben. Häufig hilft es, die Anwendung zu überprüfen, den Balancer anzupassen oder auf ein anderes Modell zu wechseln. Ein Würgereiz kann z. B. auf ein zu großes Modell hinweisen, Kieferschmerzen auf zu viel Anspannung – dann legen wir den Fokus auf sanfte, federnde Bewegungen oder wählen ein kleineres Modell.
Ja, das kann sein. Bei Kindern ist wegen des Wachstums oft ein Wechsel etwa alle 4–6 Monate nötig (häufig sind über die gesamte Behandlung drei Balancer sinnvoll). Bei Erwachsenen liegt der Rhythmus bei etwa 6 Monaten oder wenn sich das muskuläre Gleichgewicht verändert.
Der Balancer kann den Kiefer sanft in eine günstigere Position führen. Manche Patientinnen und Patienten spüren nach dem Herausnehmen kurz eine veränderte Bisslage – das ist normal und ein Zeichen dafür, dass eine funktionelle Anpassung stattfindet.
Während sich der Körper umstellt, können zu Beginn vorübergehende Reaktionen wie Müdigkeit oder leichte Kopfschmerzen auftreten. Sie klingen in der Regel wieder ab. Falls nötig, besprechen wir gemeinsam unterstützende Maßnahmen.
Die Anwendung ist etwa ab dem 2. Lebensjahr möglich, sobald die ersten Backenzähne da sind (Zähne sind Voraussetzung, da der Balancer über sie wirkt). Absolute Gegenanzeigen gibt es kaum. In besonderen Situationen – etwa bei bestimmten neurologischen Erkrankungen oder wenn der Schluckreflex beeinträchtigt ist – prüfen wir die Eignung individuell und sorgfältig.
Auch dann lohnt sich ein Blick. Vor dem Start machen wir einen posturologischen Test, der zeigt, ob ein Balancer voraussichtlich anschlägt. Fällt dieser nicht positiv aus, ist vielleicht ein anderer Zeitpunkt oder zunächst die Zusammenarbeit mit weiteren Therapeutinnen und Therapeuten (z. B. Osteopathie) sinnvoll.
Organisatorisches
Ja, es handelt sich um eine Privatpraxis; die Leistungen werden privat abgerechnet. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung durch Ihre Krankenkasse möglich ist, hängt von Ihrem individuellen Tarif ab und kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. Klären Sie eine mögliche Erstattung am besten vorab mit Ihrer Versicherung – über die zu erwartenden Kosten informiere ich Sie transparent.
Termine finden nach Vereinbarung statt. Am einfachsten erreichen Sie mich über das Kontaktformular oder per E-Mail – ich melde mich zeitnah bei Ihnen zurück.
Die Praxis befindet sich im Pater-Haböck-Ring 2, 85445 Oberding – nur wenige Minuten von Erding entfernt.
Bringen Sie gerne vorhandene Vorbefunde mit – etwa aktuelle Röntgenbilder oder Unterlagen einer kieferorthopädischen Behandlung. Falls nichts vorliegt, ist das kein Problem.
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